"Im Jurastudium sollte man jede Hilfe nutzen, die man kriegen kann. LEX superior gehört auf jeden Fall dazu!"




Christian

1. StEX: 14.36*

2. StEX: 2019

*Landesbester

Interview mit Christian


Top 3: Dinge, die man tun sollte!


1. Findet euren eigenen Stil
Der unerbittlichste Meinungsstreit, den ihr im Jurastudium ausfechten müsst, betrifft weder Zivil-, Straf-, noch öffentliches Recht, sondern die richtige Herangehensweise an das Studium und insbesondere die Examensvorbereitung. Vom ersten Semester an werdet ihr mit Ratschlägen überhäuft. Habt den Mut, euren eigenen Weg zu finden und euch nicht von der „Seminarmeinung“ beeindrucken zu lassen. Macht euch bewusst, was euch etwas bringt und was nicht. Für die einen sind die Rep-Unterlagen das Non-Plus-Ultra, für die anderen der Medicus. Versucht am Anfang den richtigen Weg zu finden und haltet auch daran. Das Jurastudium ist zu lang und zu schwierig, um euch dabei in ein Korsett zwingen zu lassen.

2. Meinungsstreits sind kein Selbstzweck
Seid stets kritisch. Das Hinterfragen von Meinungen ist sehr wichtig, selbst wenn es sich um die „h.M.“ handelt. Macht euch stets bewusst, warum es Leute gibt, die einer vermeintlich guten Meinung nicht folgen. Oftmals hilft es sich dabei gedanklich in die Position des Richters, der Behörde oder der Anwälte zu versetzen, die aus bestimmten Gründen diese oder jene Meinung vertreten.

3. Nehmt Euch die Zeit, die ihr (wirklich) braucht
Versucht (soweit es in eurer Lebenssituation möglich ist) euch die Zeit für die Examensvorbereitung zu nehmen, die ihr braucht. Am Ende ist es egal, ob ihr acht, neun oder zehn Semester studiert habt, solange die Note stimmt. Gleichzeitig müsst ihr aber auch den Absprung schaffen. Irgendwann wird euch ein zusätzliches Semester Examensvorbereitung kaum mehr weiterbringen und sicherer fühlt ihr euch auch dann nicht. So traurig es auch ist, aber wirklich „bereit“ fühlen sich nur die wenigsten Examenskandidaten.


Top 3: Dinge, die man lassen sollte!


1. Blindes Auswendiglernen
Schemata sind langweilig und machen denkfaul…wenn ihr euch mit den relevanten Themen intensiv beschäftigt, dann braucht ihr keine Zeit auf das Auswendiglernen zu verschwenden. Vergegenwärtigt euch, dass Aufbauschemata stets aus dem Gesetz abgeleitet werden – versteht ihr das Gesetz, klappt der Aufbau von alleine. Schemata geben zudem eine falsche Sicherheit und sind darauf ausgelegt in den Standardfällen zu sinnvollen Ergebnisses zu führen. Im Examen geht es aber oft nicht um Standardfälle.

2. Jura unterschätzen
Jura ist eine Wissenschaft. Das bloße Runterbeten von Streitständen und Definitionen wird dem nicht gerecht. Eine gewisse methodische Grundlage ist unbedingt notwendig. Ich empfand die „Kleine Schule des juristischen Denkens“ von Ingeborg Puppe und die „Kleine Stilkunde für Juristen“ von Tonio Walter als sehr hilfreich. Wagt euch bei den Lehrbüchern zudem auch ruhig mal an den „schweren Stoff“. Canaris, Roxin und Maurer haben ihren Ruf nicht von Ungefähr.

3. Den Mund halten
Auch wenn man vielleicht eher introvertiert ist, braucht man bei Jura den Austausch mit anderen. Gründet eine Lerngruppe und beteiligt auch aktiv im Rep. Habt nie Angst den Mund aufzumachen!