"Anstatt in mehreren Büchern auf dem überfüllten Schreibtisch habe ich die wichtigsten Gesetze für meine Promotion direkt auf dem Bildschirm."




Moritz

1. StEX: 13.43

2. StEX: Nach der Promotion

Interview mit Moritz


Top 3: Dinge, die man tun sollte!


1. Immer die Rückbindung ans Gesetz herstellen
Sog. „Meinungsstreits“ sind nichts anderes als Auslegungsprobleme. Macht deutlich, wieso sich der Sachverhalt an dieser Stelle des Gesetzes nicht sauber subsumieren lässt, anstatt gebetsmühlenartig „Meinung A – Z“ runterzuleiern. Stellt Eure vertretene Lösung zu dem Problem dann anhand des gängigen Auslegungskanons dar.

2. Fertig werden vor Form
Die umfassende und abschließende Bearbeitung der Aufgaben muss immer an erster Stelle stehen. Jede fein säuberlich unterstrichene Überschrift, durch die ihr am Ende weniger Gutachtentext produziert oder gar eine Aufgabe unbearbeitet lasst, ist ein Fehler.

3. Alles lernen
Speziell für Examenskandidaten gilt: Maßgebend für den eigenen Lernplan ist nicht, was im (Uni-)Rep gemacht wird, sondern welcher Prüfungsstoff in der JAPrO abverlangt wird! Natürlich hilft einem das Rep bei der Schwerpunktsetzung. Allein aus Zeitgründen wird dort aber nicht der gesamte Prüfungsstoff behandelt. Mit wenig Aufwand kann man auch die restlichen Punkte der JAPrO abarbeiten und erlebt so im Examen keine bösen Überraschungen. „Das haben wir im Rep gar nicht gemacht“ ist keine Ausrede.


Top 3: Dinge, die man lassen sollte!


1. Zu viel auswendig lernen
Natürlich kommt man nicht drum herum, Dinge im Jura-Studium auswendig zu lernen. Anstatt aber zu jedem „Meinungsstreit“ zehn Argumente zu kennen, ist es wichtiger den gesamten Prüfungsstoff systematisch zu erfassen (s.o.). Dies schafft ihr nur, wenn ihr Euch auf das Wesentliche beim Lernen konzentriert und daneben eine problemorientierte Klausurbearbeitung trainiert.

2. Bekannte Fälle in Klausurlösungen pressen
Es kann ein großes Glück sein, wenn man bereits das vermeintliche Urteil oder die vermeintliche Lösung zum Sachverhalt kennt. Sobald ihr dies ahnt, müsst ihr jedoch sorgsam überprüfen, ob der Sachverhalt nicht eine entscheidende Abwandlung enthält, die die Lösung modifiziert. Ansonsten wird die Klausur missraten.

3. Keine Hobbies haben und/oder 7 Tage am Stück lernen
Nach der Samstagsklausur solltet ihr das Wochenende einläuten und dem Lernstoff bis zum Montagmorgen den Rücken kehren. Erholung ist wichtig! Vernachlässigt daneben nicht Eure (nichtjuristischen) Freunde und Hobbies. Selbst in der Examensvorbereitung gibt es Wichtigeres als Jura.