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Digital Study

Die jährliche Digital Study ist Deutschlands umfassendste Studie zur Digitalisierung in der Juristenausbildung. Sie ist einerseits eine kontinuierliche Momentaufnahme zum Stand der Digitalisierung in Jurastudium und Rechtsreferendariat. Andererseits erfasst sie die Meinungen, Wünsche und Ziele der wichtigsten Stakeholder. Damit soll die Digital Study allen Beteiligten eine empirisch fundierte Grundlage für einen gemeinsamen Austausch und die Gestaltung der digitalen Transformation der Juristenausbildung liefern.

News #digitalstudy2019

Von uns und über uns. In den Sozialen Medien veröffentlichen wir Inhalte zur Digital Study 2019 unter #digitalstudy2019. Über die Digital Study 2019 wird in den folgenden Medien berichtet.

Stu­denten sehen E-Examen skep­ti­scher als Refe­ren­dare“ – Legal Tribune Online, vom 4.12.2019.

Die deutschlandweite Studie zur Digitalisierung der Juristenausbildung“ – MKG jura-studis, vom 11.12.2019.

Juristischer Nachwuchs mit digitalen Skills?“ – Yuan/Lühr, LR 2019, 250-253, vom 17.12.2019.

Digital Study 2019

Der erste Schritt ist gemacht. Mit der Digital Study 2019 beginnt unsere jährliche Studie zur Digitalisierung in der Juristenausbildung.

Projektpartner

Die Digital Study 2019 ist ein gemeinsames Projekt von LEX superior, dem Bundesverband rechtswissenschaftlicher Fachschaften, ELSA Deutschland und der LEGAL ®EVOLUTION. Damit wird sie einerseits von Organisationen getragen, die über Deutschland hinweg vernetzt sind und sich für die Juristenausbildung einsetzen. Andererseits schafft sie die Verbindung zur Rechtspraxis, welche ein ausgesprochenes Interesse an juristischem Nachwuchs mit zeitgemäßen Fähigkeiten hat.

Medienpartner

Wissenschaft. Praxis. Reichweite. Unsere starken Medienpartner ermöglichen der Digital Study eine weitreichende Ansprache der Juristenausbildung und Rechtspraxis. Wir danken ihnen für die großartige Unterstützung unseres Vorhabens.

Sponsor

Innovatoren, die Innovation fördern. Wir danken der Sozietät Bird & Bird für die großzügige Unterstützung, welche die Durchführung der Digital Study 2019 erst möglich gemacht hat. Die digitale Transformation der Juristenausbildung beeinflusst nicht nur die künftige juristische Berufspraxis, sondern profitiert auch von Impulsen, die aus der Rechtspraxis in die Juristenausbildung gegeben wird.

Ergebnisse der Digital Study 2019

Hier findet sich eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse der Digital Study 2019. Ein ausführlicher Bericht über die Studie und ihrer Ergebnisse wird gesondert veröffentlicht.

Zitiervorschlag: LEX superior, Digital Study 2019, [Überschrift], abrufbar: www.lex-superior.com/digital-study.

Datengrundlage und wissenschaftliche Leitung

Die Ergebnisse der Digital Study 2019 basieren auf einer Erhebung und einer Umfrage. Die umfassende Erhebung öffentlich zugänglicher Daten erfasst den Zeitraum vom Beginn des Wintersemesters 2018/2019 bis zum Ende des Sommersemesters 2019. Die Umfrage wurde vom 24. April bis zum 31. August 2019 durchgeführt. An ihr haben über 1.800 Studierende, 700 Referendare sowie 14 rechtswissenschaftliche Fakultäten teilgenommen.

Die wissenschaftliche Leitung der Digital Study 2019 hat Herr Prof. Dr. Mikhail Spektor, M.Sc. (Psychologie) übernommen. Er wurde unterstützt von Psychologinnen und Psychologen der Universitäten Heidelberg und Freiburg.

Digitalisierungsindex

Auf Basis unserer Datengrundlage wurde ein Digitalisierungsindex für rechtswissenschaftliche Fakultäten in Deutschland erstellt, der einerseits die Zahl der Lehrveranstaltungen und des Lehrangebots zu Digitalisierung und Recht und andererseits die diesbezüglichen Antworten der Umfrage berücksichtigt.

Der Digitalisierungsindex ist ein Indikator für ein besonders umfangreiches und gutes Ausbildungsangebot zu Digitalisierung und Recht. Die ersten 10 Plätze des Digitalisierungsindex werden durch die nebenstehenden Hochschulen belegt.

Platzierung | Hochschule

1 | Humboldt-Universität Berlin
2 | Ludwig-Maximilians-Universität München
3 | Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
4 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
5 | Universität Bremen
6 |Bucerius Law School
7 | Universität Hamburg
8 | Leibniz Universität Hannover
9 | Universität Potsdam
10 | Freie Universität Berlin

 

 

Digitale Champions

Im Rahmen der Digital Study werden besonders herausragende Institutionen, Organisationen und Angebote ausgezeichnet, die sich um die Digitalisierung der Juristenausbildung verdient gemacht haben. Die Auszeichnung soll nicht nur eine besondere Wertschätzung ausdrücken, sondern auch Dritten als Ansporn und Inspiration für die eigenen Anstrengungen zur Verbesserung und Modernisierung der Juristenausbildung dienen.

Digital Awards

Die ‚Digital Awards‘ der Digital Study 2019 werden in Kategorien verliehen, die für die Digitalisierung der Juristenausbildung eine besondere Rolle einnehmen.

Bestes Lehrangebot

Es versteht sich von selbst, dass eine inhaltlich zeitgemäße Juristenausbildung von einem entsprechenden Lehrangebot abhängt, das Themen der Digitalisierung behandelt. Der Preis für das beste Lehrangebot berücksichtigt insbesondere die Anzahl und Vielfalt der Veranstaltungen zu Digitalisierung und Recht, die an der Bildungseinrichtung angeboten werden.

Der Preis für das beste Lehrangebot zu Digitalisierung und Recht geht an die Humboldt-Universität Berlin. Im Erhebungszeitraum schaffte es die HU, besonders viele und auch vielfältige Lehrveranstaltungen zu Digitalisierung und Recht anzubieten. In über 20 Vorlesungen, Seminaren, Schlüsselqualifikationen und Workshops wurden Themen der Digitalisierung behandelt. Besonders hervorzuheben sind ferner die ‚Humboldt Consumer Law Clinic‘, die ‚Humboldt Law Clinic Internetrecht‘ sowie die ‚Forschungsstelle Legal Tech‘.

Bestes E-Learning

Digitalisierung in der Juristenausbildung bedeutet auch eine Änderung der Lehrmethoden. Dabei nimmt das E-Learning eine zentrale Rolle ein, weil es Studierenden ermöglicht zeit- und ortsunabhängig sowie in der jeweils eigenen Geschwindigkeit Jura zu lernen. Dabei lebt ein gutes E-Learning insbesondere von der Qualität und dem Umfang der angebotenen Inhalte.  

Der Preis für das beste E-Learning geht an die WWU Münster. Mit ‚unirep-online‘ bietet die WWU bereits seit vielen Jahren ein beeindruckend umfassendes E-Learning-Programm zur Examensvorbereitung an, das den Studierenden kostenlos zur Verfügung steht. Dabei ist besonders hervorzuheben, dass sich bei unirep-online mehrere Bildungseinrichtungen zusammengeschlossen haben, um koordiniert und mit vereinten Kräften ein Programm zu schaffen, das sie jeweils allein nicht in diesem Umfang und dieser Qualität hätten anbieten können.

Bester Zugang zu Lernmaterial

Digitalisierung ermöglicht insbesondere die schnelle und kostengünstige Verbreitung von Informationen und damit auch von Lerninhalten. Damit birgt die Digitalisierung die Chance, sich über das Internet in zeitgemäßen Formen mit Themen zu befassen können, die an der eigenen Universität nicht angeboten werden. Zudem wird dadurch die Verbreitung besonders guter Ausbildungsinhalte gefördert.

Der Preis für den besten Zugang zu Lernmaterial geht an die LMU München. Bereits seit vielen Jahren stellt die juristische Fakultät der LMU eine Vielzahl ihrer Vorlesungen als Podcast online, die sogar von Studierenden anderen Fakultäten kostenlos abgerufen werden können. Dieser Open Access Ansatz über die Grenzen der eigenen Fakultät hinaus verdient besondere Anerkennung. Inhalte, die durch öffentliche Gelder finanziert wurden, sollten grundsätzlich auch als öffentliches Gut allen zur Verfügung stehen.

Innovation in der Lehre

Die Digitalisierung entfaltet ihr Potenzial erst dann, wenn analogen Angeboten nicht nur eine digitale Form gegeben werden, sondern die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung genutzt werden, um neuartige Angebote zu schaffen. Digitalisierung ermöglicht inhaltlich und methodisch neue Formen der Lehre. In diesem Bereich innovativ tätig zu sein ist deshalb besonders bedeutsam, weil die eigenen Aktivitäten und Erfahrungen Vorbild für andere stehen können.

Der Preis für Innovation in der Lehre geht an die Bucerius Law School. In den letzten Jahren hat die BLS es immer wieder geschafft, ihr Lehrangebot inhaltlich zu modernisieren und methodisch zu digitalisieren. Besonders erwähnenswert sind etwa das ‚Technologiezertifikat‘, das Summer Program ‚Legal Technology and Operations‘, die Einführung eines digitalen Fallbuchs oder die Videokorrektur von Übungsklausuren.

Bestes Angebot für Doktoranden

Die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist für die digitale Transformation der Juristenausbildung von besonderer Wichtigkeit, weil sie nicht nur die wissenschaftliche Erarbeitung neuer juristischer Themen beeinflusst, sondern insbesondere Personen prägt, die selbst vielfach Lehrverantwortung übernehmen. Eine besonders zeitgemäße Doktorandenausbildung hat damit das Potenzial, ein inhaltlicher und methodischer Multiplikator der Digitalisierung zu werden.

Der Preis für das beste Angebot für Doktoranden geht an die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Insbesondere mit dem dortigen Promotionskolleg ‚Digitales Recht‘ hat es die Universität Heidelberg geschafft, eine deutschlandweit einmalig intensive Zusammenarbeit zwischen Juristen und Informatikern zu initiieren. Im Rahmen des Promotionskollegs wurde mitunter Deutschlands erster universitärer Legal Tech Hackathon und erster Legal Design Thinking Workshop für Juristen und Informatiker angeboten. Damit ist das Promotionskolleg nicht nur sehr innovativ, sondern auch ein Vorbild interdisziplinärer Kollaboration.

E-Learning im Referendariat

Neben Jurastudium, juristischer Promotion nimmt natürlich auch das Referendariat eine integrale Rolle in der Juristenausbildung ein. Gerade im Referendariat ist E-Learning ein wichtiger Faktor, da die laufende Stationsarbeit und Stationen außerhalb des eigenen Ausbildungsgerichts eine besondere Flexibilität im Lernen voraussetzt. 

Der Preis für E-Learning im Referendariat geht an ‚ELAN-REF‘! Mit ELAN-REF ist in den letzten drei Jahren ein hochwertiges und unter Referendaren sehr geschätztes E-Learning Programm entstanden, das auch für die universitäre Juristenausbildung Vorbildcharakter hat. An ELAN-REF partizipieren bereits 13 Bundesländer. Gemeinsam erstellen Sie einen umfangreichen Fundus an hochwertigen Ausbildungsinhalten, wovon alle Referendare in den Bundesländern profitieren.

Digitale Vorreiter

Neue Entwicklungen brauchen Menschen, die den Mut aufbringen, Initiative zu zeigen und sich für das Neue einzusetzen. Während an Universitäten und Hochschulen, die sich mit Juristenausbildung befassen, selbstredend der Anspruch gestellt werden muss, eine zeitgemäße Ausbildung zu gewährleisten, gilt dies für andere Personen und Organisationen nicht. Wenn sich diese dennoch der Modernisierung der Juristenausbildung widmen, verdient dies besondere Anerkennung.

Wir freuen uns sehr, das ‚Legal Tech Lab‘ (Frankfurt a.M.), ‚ML Tech‘ (München) und ‚recode.law‘ (Münster) als ‚Digitale Vorreiter‘ auszuzeichnen! Diese drei studentischen Initiativen haben ‚Legal Tech‘ als wichtiges Zukunftsthema erkannt und sich dafür eingesetzt, noch bevor die meisten Lehrenden dies taten. Als digitale Vorreiter haben sie aus Überzeugung ein Angebot an ihren Universitäten geschaffen, das anderen Studierenden neue Einblicke und Einsichten ermöglicht. Die Juristenausbildung braucht mutige Menschen, die sich für eine gelingende digitale Transformation der Juristenausbildung einsetzen. Wir danken dem Legal Tech Lab, ML Tech und recode.law für diesen Einsatz!

Rising Stars

Es ist erfreulich, dass digitale Modernisierung der Juristenausbildung eine zunehmende Bedeutung erfährt. Die Digital Study 2019 hat ergeben, dass die Aktivitäten um Digitalisierung und Recht in der Juristenausbildung an den folgenden vier Universitäten ein besonderes Augenmerk verdienen:

  • Philipps Universität Marburg, Institut des Rechts der Digitalisierung (IRDi): Unter der Leitung von Prof. Dr. Sebastian Omlor, LL.M. (NYU), LL.M. Eur. und Prof. Dr. Florian Möselin, Dipl.-Kfm., LL.M. (London) befasst sich das IRDi dezidiert mit der Forschung und Lehre zum Recht der Digitalisierung.

  • Universität Osnabrück, Legal Tech Lab Osnabrück: An der Universität Osnabrück ist 2019 mit dem Legal Tech Lab Osnabrück ein Lehrprojekt entstanden, das von Studierenden initiiert wurde und tatkräftige Unterstützung durch die Fakultät (insb. durch Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke und Prof. Dr. Christoph Busch, Maître en Droit) erfahren hat.

  • Universität Bayreuth, Zusatzstudium Informatik und Digitalisierung für Juristinnen und Juristen: Ab dem Wintersemester 2019/2020 wird die Universität Bayreuth Jurastudierenden ein Zusatzstudium anbieten, in dem sie Grundkenntnisse der Informatik erwerben können.

  • Technische Universität München, TUM School of Governance: Prof. Dr. Dirk Heckmann wird am 1. Oktober 2019 als Professor für Recht und Sicherheit der Digitalisierung berufen und wird interdisziplinär auf der Schnittstelle der Rechts-, Sozial- und Technikwissenschaften zur Digitalisierung forschen und lehren.